Weil wir ja auch keine Ahnung haben und das Internet zwar abgefuckt aber irgendwie wunderbar ist, im folgenden einige Leseempfehlungen. Vielleicht zaubern die Gewaltherrscher ja demnächst eine besonders fette Reblaus aus einem der umliegenden Kopftücher, damit die Verhandlungen wieder ohne Vorbedingungen aufgenommen werden koennen. Auf die Freundschaft, quasi.
++UPDATE; 17.06, 16:00 CETUS President Barack Obama said Tuesday that there was not much difference between the policies of incumbent Iranian President Mahmoud Ahmadinejad and reformist presidential candidate Mir Hossein Mousavi, who supporters have led nation-wide protests against Friday's election results.
"It's important to understand that although there is amazing ferment taking place in Iran, the difference between Ahmadinejad and Mousavi in terms of their actual policies may not be as great as has been advertised," Obama told CNBC news.
Fair enough; aber sollte dies nicht im Umkehrschluss dazu führen, die Menschen im Iran auf dem Weg zu wirklicher Freiheit zu unterstützen? Oder lehnt sich diese Rhetorik für Barack WirKoennenMitJedemDiktatorVerhandeln Obama zu stark an seinen Vorgänger an?
http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1245184848467&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFullhttp://www.antibuerokratieteam.net/2009/06/17/iran-kurzupdates/http://pajamasmedia.com/richardfernandez/2009/06/16/the-moving-finger-writes/http://pajamasmedia.com/blog/death-to-dictatorship-us-must-support-revolution-in-iran/http://pajamasmedia.com/rogerlsimon/2009/06/16/obama-iran-and-the-ongoing-saga-of-the-liberal-reactionary/http://www.tagesschau.de/ausland/kommentariran102.html (watch this)
Ansonsten war ich heute beim Bildungsstreik in Düsseldorf; man muss diese Debatte natürlich differenziert angehen, aber dennoch war ich erstaunt und erfreut, so viele junge Menschen auf der Straße zu sehen. Vor allem Schüler, übrigens, wir Studenten machten kaum einen Bruchteil der Teilnehmer aus; ekelhaft nur die starke Vereinnahmung der Veranstaltung durch linksradikale Gruppen (wobei ich so freundlich bin, PDS (huch!) und Attac als linksradikal einzustufen) - 14-Jährige Schülerinnen protestieren für die konkreten Aussichten an ihren jeweiligen Gymnasien, man braucht ihnen keine Zettel á la "Nieder mit dem Kapitalismus" oder dergleichen in die Hand zu drücken. Diese Kinder lieben vielmehr den Kapitalismus und die freie Gesellschaft, die aus seiner Prosperität entwachsen ist. Und sie nutzen erfreulicherweise die hier gegebene Möglichkeit, aktiv an deren politischer Gestaltung mitzuwirken. Schauen Sie in den Iran. In dieser Sache geht übrigens keine der erwähnten Organisationen auf die Straße; vielleicht sind die digitalen Informationsträger zu kapitalistisch?
++UPDATE; 16.06, 20:00 CEThttp://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/so_sehen_achse_leser_die_berichterstattung_unserer_medien_ueber_die_auseina/http://www.20min.ch/news/ausland/story/Mit-Twitter-und-YouTube-gegen-das-Regime-10862671Problematisch erscheinen mir zuvorderst die konkreten Möglichkeiten eines Erfolgs der demonstrierenden Bürger; am Ende einer "Revolution" kann und darf sicherlich nur die völlige Umgestaltung, bzw. Ablösung des bisherigen Systems stehen. Ob Vertreter wie Moussavi dafür die richtigen Partner sind, steht meines Erachtens mehr als in Frage. Andererseits haben wir Außenstehenden natürlich keine konkreten Vorstellungen der Lage und können entsprechend nur beobachten; was nicht heißt, dass Obama & Co. aus Rücksicht auf das schwankende Regime Phrasen dreschen sollten - das Gegenteil ist der Fall.
ORIGINAL POST:http://www.antibuerokratieteam.net/2009/06/15/cnnfail/http://www.antibuerokratieteam.net/2009/06/16/developing-story/ (read this)
http://pajamasmedia.com/victordavishanson/reflections-on-the-iranian-enigma/http://pajamasmedia.com/michaelledeen/2009/06/15/so-hows-it-going-in-iran/http://pajamasmedia.com/blog/obama-and-the-media-get-it-wrong-on-mideast-elections/http://pajamasmedia.com/blog/the-seven-point-manifesto-of-the-iranian-resistance/http://pajamasmedia.com/victordavishanson/voting-present-on-iran/Bei Twitter scheint einiges zu gehen; als ich neulich wieder einmal verkuendete, Twitter sei die Zukunft, habe ich natuerlich nicht in konkreten Szenarien gedacht. Tatsächlich fällt es unglaublich schwer, diese abstrakte Situation via Internet zu erfassen. Dass es keine Alternative gibt, mag ein eindeutiger Fingerzeig sein. Ein Fortschritt? Ein Rückschritt? Weinfreunde sind dabei.